Product Pioneers: UnBarcamp mit fast 200 Teilnehmern // Roman Pichler

29.09.2021
Stella Fittje

Wir haben uns riesig gefreut, einen so tollen Gast wie Roman Pichler mit an Board zu haben! Diesmal live aus England dazugeschaltet. Roman ist ein Produktmanagement-Experte und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im Entwickeln von digitalen Produkten mit. Er bildet Produktmanager aus, berät und begleitet Produktführungskräfte und unterstützt Unternehmen beim Aufbau erfolgreicher Produktmanagement-Organisationen. Ihr kennt ihn entweder als Autor eines seiner vier Sachbücher, aus seinem Blog oder Podcast, wo er immer wieder Denkanstöße und Werkzeuge für alle Produkt-Menschen teilt.

Eines unserer größten UnBarcamps fand Mitte September statt! Mit fast 200 Teilnehmern, war das Interesse an Roman Pichler riesig. Das Thema „Agile Product Roadmaps“ stieß in vielen Bereichen auf Interesse. Nach seinem Impulsvortrag konnte im Anschluss intensiv die Möglichkeit genutzt werden, aus erster Hand in einem Q&A-Teil noch weitere spannende Einsichten zu erfahren.

Unser UnBarcamp mit Roman Pichler - live aus England dazugeschaltet!
Unser UnBarcamp mit Roman Pichler - live aus England dazugeschaltet!

Roman erzählte, dass die Produkte genauso geplant werden sollten, wie man auch eine Fernreise planen würde.

Der Impulsvortrag wurde anhand einer Reise von Wendover nach Anglès-sur-Mer illustriert (Credits: Roman Pichler)
Der Impulsvortrag wurde anhand einer Reise von Wendover nach Anglès-sur-Mer illustriert (Credits: Roman Pichler)

Gehen wir genauer auf die Reise ein:

Zunächst einmal geht es darum eine Strategie zu erarbeiten – haben wir den richtigen Weg, das richtige Auto. Hierzu können Leute befragt werden, um die Strategie zu hinterfragen. Nach der Strategie folgt dann die Roadmap. Hierbei geht es darum die genauen Ziele zu definieren. Dies kann auch in der Produktwelt angewandt werden. Dabei wurde die Wichtigkeit vermerkt, Ziele zuerst zu definieren, um das Team gemeinsam daran auszurichten.

Zielführung by Roman Pichler (Credits: Roman Pichler)
Zielführung by Roman Pichler (Credits: Roman Pichler)
Die „Agile Product Roadmap“ anhand Romans Beispiel (Credits: Roman Pichler)
Die „Agile Product Roadmap“ anhand Romans Beispiel (Credits: Roman Pichler)
  1. Datum: Wann soll das Ziel erreicht sein?

  1. Name: Name des neuen Produktes

  1. Ziel: Welches Ergebnis soll erreicht werden oder welcher spezifische Nutzen sollte angeboten werden? Warum wird das Produkt entwickelt?

Romans Tipp: Die Ziele werden am besten narrativ aufgebaut und sollen eine Geschichte erzählen. Dabei kann man Vorschläge und Wünsche der Stakeholder priorisieren.

  1. Features: Welcher Output ist erforderlich, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen und das Ziel zu erreichen? Was sind die 3-5 Wichtigsten Funktionen oder Ergebnisse?

Romans Tipp: Die Features werden eher grob erfasst. Hierbei geht es nicht darum das Produkt zu planen, vielmehr soll nur das generiert werden, um den Nutzen zu schaffen. Alles Weitere und die Beantwortung der Fragen kommen im agilen Produktteam zur Stande.

  1. Metriken: Woher wissen Sie, dass das Ziel erreicht wurde?

Backlogführung by Roman Pichler (Credits: Roman Pichler)
Backlogführung by Roman Pichler (Credits: Roman Pichler)

Des Weiteren ist das Backlog der Teams ein entscheidendes Werkzeug. Es kann durch die Produktziele fokussiert und priorisiert werden, so dass das Backlog systematisch zusammenhängt und Ziele schneller erreicht werden können. Das kann auch bei den Sprints sehr helfen. Dabei sollte allerdings nicht weiter geplant werden als man „gucken“ kann – das heißt keine Spekulationen aufstellen. Lieber kürzere, aber dafür fixe Ziele setzen. Dabei sollte natürlich die Erfahrung und das Know-How der Einzelnen trotzdem mit eingebracht werden - der „Blick nach vorne“.

Und auch bei sogenannten skalierten Ansätzen mit mehreren Entwicklungsteams rät Roman, dass ein Produkt genau ein Backlog haben sollte.

Bei dem Ansatz wurde auch noch auf die Zusammenarbeit und die Wichtigkeit der Reviews in Bezug auf die Roadmap eingegangen. Hierbei geht es um den kollaborativen Ansatz – zunächst sollte sichergestellt werden, dass es eine Roadmap gibt. Danach müssen die verschiedenen Perspektiven eingebracht werden, insbesondere die Expertise der Entwickler*innen mit einzubringen, aber auch bspw., ob die Roadmap aus Marketing-Sicht Sinn ergibt. Es soll Klarheit geschaffen werden, damit die Roadmap einheitlich verstanden wird und sich alle verantwortlich fühlen. Wenn es verschiedene Ansichten gibt – hört den Leuten zu und versucht sie zu verstehen.

Auch die Reviews der Roadmaps müssen regelmäßig stattfinden. Hierbei riet Roman auf die Stabilität des Produktes und des Marktes zu schauen – ist es nicht sonderlich stabil, sollte wöchentlich auf die Strategie geschaut werden.

Reviews nach Stabilität des Produktes und des Marktes (Credits: Roman Pichler)
Reviews nach Stabilität des Produktes und des Marktes (Credits: Roman Pichler)

Am Ende gab uns Roman noch mit: „Es ist normal, dass sich das Produkt verändert“. Genau dafür ist eine agile Produkt-Roadmap genau das richtige!

Habt ihr auch Interesse daran, Euer Bild über Produktmanagement und Produktentwicklung zu vertiefen und noch andere engagierte Produkt-Menschen kennen zu lernen? Dann schaut Euch die kommenden ProductPioneer Events an – wir freuen uns auf Euch! 

Hier geht es zu den Anmeldungen - UnBarcamp mit Petra Wille und Fuckup-Nachmittag

Euer Product-Pioneers Team

#productpioneers

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