Product Pioneers: UnBarcamp // Petra Wille „Developing as a Product Manager”

10.12.2021
Stella Fittje

Wir haben uns riesig gefreut, einen so tollen Gast wie Petra Wille mit an Board zu haben! Petra bringt nicht nur große Erfahrung als Produktmanagerin mit, sondern ist gefragte Expertin für Produktmanagement- und Product Leadership Coaching: Sie spricht auf mehreren MTP-Konferenzen, ist Organisatorin der MTP engage in Hamburg und hat gerade ihr erstes Fachbuch veröffentlich: Strong Product People.

Petras Vortrag als One-Pager (Credits: Petra Wille)
Petras Vortrag als One-Pager (Credits: Petra Wille)

Mit über 120 Teilnehmer*innen war das Interesse an Petra Wille natürlich riesig. Das Thema „Developing as a Product Manager“ stieß in vielen Bereichen auf Interesse. Nach ihrem Impulsvortrag konnte im Anschluss intensiv die Möglichkeit genutzt werden, aus erster Hand in einem Q&A-Teil noch weitere spannende Einsichten zu erfahren.

75% aller Produktmanager bekommen keine Unterstützung in Bezug auf Selbstentwicklung (Credits: Petra Wille)
75% aller Produktmanager bekommen keine Unterstützung in Bezug auf Selbstentwicklung (Credits: Petra Wille)

Es braucht kompetente, leidenschaftliche, qualifizierte Produktverantwortliche*r um ein erfolgreiches Produkt zu liefern. Um das zu erreichen, erfordert es Zeit, Mühe und Engagement. Aus diesem Grund sollte man so früh wie möglich damit anfangen zu lernen und zu reflektieren, wie genau man dahin kommt – doch wie komme ich dahin? Petra geht in ihrem Vortrag darauf ein, wie man die Kontrolle über das eigene Kompetenzwachstum übernehmen kann.

Petra geht auf drei Zutaten ein, die man auf dieser Reise braucht:

Die drei Zutaten um zu wachsen (Credits: Petra Wille)
Die drei Zutaten um zu wachsen (Credits: Petra Wille)

Die erste Zutat ist die Zeit. Wenn nicht ein Teil der persönlichen Zeit in Entwicklung investiert wird, wird sich nichts ändern. Viele Produktmenschen haben allerdings noch Probleme damit, ihre Zeit auch dafür zu nutzen – oft wissen sie nicht, wo sie anfangen sollen, wie sie anfangen sollen oder warten darauf, dass ihr*e Vorgesetzte*r den ersten Schritt macht, erzählte Petra. Oft wird unterschätzt was man auch in kleinen Zeiträumen alles schaffen kann. Petras Rat – nimm dir immer wieder kleine Zeitbudgets vor, die aber regelmäßig. Denn Konsequenz schlägt Intensität.

Als zweite Zutat spricht Petra von zwei Arten von Verbündeten. Die ersten geben Feedback – von der Art und Weise, wie ein bestimmtes Meeting verlaufen ist, bis hin zu dem, wie man wahrgenommen wird. Am meisten eignen sich dafür Personen, sie man sehr häufig sieht.

Die zweiten Verbündeten helfen einem mit ihrer Kompetenz, das eigene Potenzial auszuschöpfen. Eine Möglichkeit ist, die/den Vorgesetzten aktiv zu bitten, bei der Identifizierung von Entwicklungsfeldern zu helfen. Darüber hinaus sollte man einen „Mentor“ finden, jemand der an einen glaubt und an das, was man werden kann. Er sollte also dein „Fan“ sein! Mit der Unterstützung im Rücken, traut man sich mehr zu.

Die dritte Zutat auf dem Weg zum erfolgreichen Produktmanager ist der „Blueprint“. Diese Zutat hilft einem dabei, herauszufinden, welche Art von Produktmanager man in seinem Unternehmen und Kontext werden möchte, um anschließend einen Bauplan zu erstellen. Man fragt sich vielleicht an dieser Stelle „Wie soll ich sein?“ „Was brauche ich?“ „Was muss ich lernen?“

Eine Methode für die eigene Entwicklung: Das PMwheel (Credits: Petra Wille)
Eine Methode für die eigene Entwicklung: Das PMwheel (Credits: Petra Wille)

Petra erzählte uns von drei Methoden, genau diese Fragen zu beantworten:Rollenbeschreibung, PMwheel und „Future Self“.

Um die Rollenbeschreibung (Download hier) zu erstellen, braucht man das (obere) Management, Kollegen und Stakeholder und das eigene Team. Produktkultur wird aus der Führungsebene initiiert und sollte somit mit der individuellen Rolle des Produktmanagers übereinstimmen.

Entlang des Interview-Guides von Petra füllt man das eigene PMwheel (Download hier). Neben der Eigenwahrnehmung kann dieses Tool insb. für die Ermittlung des Fremdbilds genutzt werden.

Zum Schluss sprachen wir noch über das „Future Self“ (Download hier). Dieser Entwicklungsplan hilft sich selbst zu verpflichten, besser zu werden um näher an die kompetente Produktmanagement-Persönlichkeit zu kommen, die man werden möchte.

In einer anschließenden Q&A-Runde konnten Fragen der Teilnehmer beantwortet werden und interessante Blickwinkel wurden diskutiert.

Habt ihr auch Interesse daran, Euer Bild über Produktmanagement und Produktentwicklung zu vertiefen und noch andere engagierte Produkt-Menschen kennen zu lernen? Dann schaut Euch die kommenden Product Pioneer Events an – wir freuen uns auf Euch! 

Hier geht es zu dem nächsten UnBarcamp - UnBarcamp mit Laura Sophie Aichroth

Euer Product Pioneers Team

#productpioneers

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